Mamas Winkelblicke: Freude durch Anerkennung

Ist Dir eigentlich bewusst, was Du alles jeden Tag leistest?
Erkennen kommt vor An-Erkennen!

Kennst Du die Kurzgeschichte, in welcher der Ehemann von der Arbeit nach Hause kommt und heilloses Chaos vorfindet? Er schlängelt sich panisch durch das Haus und findet schließlich seine Frau entspannt lesend im Bett. Auf seine Frage, was um alles in der Welt passiert sei, antwortet sie sinngemäß: „Ich habe heute mal das gemacht, was Du immer behauptest: nichts.“

Ich kenne diese Geschichte schon länger und finde sie immer wieder treffend, so oft sie mir begegnet. Und trotzdem: Viel zu oft gehe ich abends völlig erschöpft ins Bett mit dem Gefühl, schon wieder nichts geschafft zu haben. Dafür brauche ich nicht einmal einen Ehemann. 😉

Vor allem, seit mein kleines Wunder auf der Welt ist, das am liebsten in jeder freien Minuten meine Aufmerksamkeit hätte. Und zugegeben, ich würde ja auch am liebsten den ganzen Tag mit ihm kuscheln, singen und lachen. Nur warten da noch andere Aufgaben. Viele. Und an manchen Tagen schaffe ich es nicht einmal, nach dem Frühstück noch etwas zu essen, ehe mein Zwergi abends schläft. So gegen 22 Uhr. (Ja, da darf ich mich noch besser organisieren, aber das ist ein anderes Thema.) Und dann wartet da immer noch… Stopp! Ich denke, Du kennst das.

Und dann kam das Fieber.

Alleinerziehend ohne weitere Familie – dafür mit einem ordentlichen Infekt gegen Ende des Wochenbetts. Jippie. Was blieb mir also übrig, als auf Sparflamme weiterzumachen? Wickeln, Trinken, Schlafen, Trinken, Stillen, Trinken, Schlafen, Trinken – und wieder von vorn. Am ersten Tag passierte gar nichts. Das Fieber ging zurück. Am zweiten Tag habe ich was zu essen aus dem Gefrierschrank geholt und den vollen Geschirrspüler angestellt, während die Windeln bedrohlich zur Neige gingen.

Und am dritten Tag? Nach dem Ausschlafen (häppchenweise, da wollte ja noch jemand zwischendurch trinken und gewickelt werden) und Duschen fühle ich mich endlich wieder lebendig. Und fand mich im heillosen Chaos wieder. Es sieht sonst schon oft voll und nicht besonders ordentlich bei mir aus. Aber da war eine Bombe eingeschlagen. Mindestens. Da musste ich an die Geschichte oben denken. Und Windeln waschen. Sofort.

Ich habe also Windeln und Wäsche gewaschen und aufgehängt, ein paar Windeln ausnahmsweise durch den Trockner gejagt, den Geschirrspüler ausgeräumt und gleich wieder gefüllt, die Küche geputzt, das Bad aufgeräumt, den Wickeltisch nachgefüllt – und ganz nebenbei noch meinen Zwergi versogt. Und alles, was ich in den Tagen stehen und liegen gelassen hatte, mal eben nebenbei noch wieder weggeschafft. Und Tee getrunken – gesund war ich noch nicht wieder.

Am vierten Tag war ich so stolz auf mich selbst wie schon lange nicht mehr. Warum?

Zurück aus dem Chaos in einem halben Tag

Und ich war so unglaublich dankbar für diese Erfahrung. Denn wie großartig bin ich bitte organisiert und vorbereitet, dass in den ersten beiden Tagen auch auf Sparflamme alles problemlos lief und kaum auffiel, dass ich „nichts“ machen konnte? Abgesehen von dem „Nichts“, das mit einem Säugling einfach notwendig ist. Gut, am ersten Tag habe ich so vor mich hin vegetiert, dass ich weder viel dreckiges Geschirr noch eigene Wäsche produziert habe. Und Babywäsche ist winzig, da wird die Waschmaschine nicht so schnell voll. Also war es am Ende wirklich ein einziger Tag Nichtstun, der zu diesem riesigen Chaos führte – und nur ein halber Tag, um das wieder zu beseitigen. Und da wurde mir zum ersten Mal nach der Geburt meines Kindes bewusst, was ich eigentlich jeden Tag „mal eben nebenbei“ so leiste. Und das ist alles andere als „nichts“!

Jetzt mit einigen Wochen Abstand stelle ich zwei Dinge fest: Zum einen habe ich ganz viele weitere Tätigkeiten gar nicht mit aufgezählt. Und zum anderen erkenne ich mich noch immer nicht so richtig an dafür. Da ist immer noch so eine Stimme in mir, die mir erzählen möchte, dass das doch völlig selbstverständlich, im Grunde „nichts“ sei und andere das und noch viel mehr im Gegensatz zu mir mit links und ohne den albernen Wunsch nach Anerkennung erledigen.

Ist das so? Ehrlich gesagt erlebe ich in letzter Zeit viel mehr Menschen, die regelmäßig der Meinung sind, „nicht genug“ geschafft zu haben. Insbesondere Mütter. Und ehrlich mal, selbst „nur“ ein Kind zu versorgen – oder gar mehrere – ist alles andere als „nur“! Und dann gibt es da ja auch noch Gärten und Haustiere, die mit versorgt werden, einen Job, der gemacht werden will – und ganz vielleicht bleibt sogar noch Zeit für Freunde oder Hobbys übrig.

Und deshalb wähle ich heute neu:

Ab jetzt großartig!

Jeder, der seinen Haushalt halbwegs ordentlich führt, hat meinen Respekt und meine Anerkennung. Jede Mutter, die ihre Kinder versorgt, hat meinen vollen Respekt und meine tiefe Anerkennung. Natürlich auch jeder Vater. Und jede Mami, die das alles allein stemmt, ist unglaublich! Jeder Mensch, der sich dabei unterstützen lässt, ist großartig – denn er oder sie hat verstanden, dass da eine Menge zu tun ist.

Ich bin eine von all denen – also muss auch ich großartig sein!

Es gibt nur eins, was mich noch mehr beeindruckt, weil ich davon noch viel zu wenige kenne: Mamas, die all das organisieren und sich dafür auch voll anerkennen. Ganz selbstverständlich. Das sind diejenigen, die sich selbst und das Leben feiern.

Weil sie es können – und weil es Spaß macht!

Ich beschließe hiermit: Ab sofort gehöre ich dazu. Du auch?

Mamas Winkelblicke: Papas – die verkannten Helden

Bestimmt kennst auch Du einen Papa vor der Sorte, über die ich heute schreibe: Stolz wie Oskar, dass er bei der Geburt dabei war, total verliebt in sein Kind, manchmal super süß und zugewandt – und weit weg, wenn es um Verantwortung geht.

Was, wenn wir Mamas es auch einmal so machen würden? Uns erlauben, was sie sich erlauben?

Es wäre ein Segen für die ganze Familie!

Bestimmt kennst auch Du einen Papa von der Sorte, über die ich heute schreibe: Stolz wie Oskar, dass er bei der Geburt dabei war, total verliebt in sein Kind, manchmal super süß und zugewandt – und weit weg, wenn es um Verantwortung geht.

Meine Bandbreite der Reaktionen reicht von neutral über verstehen wollend („Papas haben eben keine Mamahormone“) und fassungslos bis hin zu stinksauer.

Dann suche ich nach den guten Dingen – denn sie sind ja da!

Er war bei der Geburt dabei – in den letzten paar Stunden oder Minuten, nachdem Mama das Baby monatelang allein ausgebrütet hat, während alle ihre Beschwerden abgetan haben…
Er wechselt die Windel – einmal pro Woche, sofern sie nicht stinkt…
Er kauft nach der Arbeit noch ein – beim Supermarkt, der auf dem Arbeitsweg liegt, nach dem Zettel, den die Mama ihm geschrieben hat…
Er hat auch mal Abendbrot organisiert – von Mc Doof und eine halbe Stunde nach der regulären Zeit…
Er spielt super süß mit den Kindern – wenn es ihm gerade in den Kram passt…
Und nachts schläft er einfach weiter, weil Mama ja sowieso wach ist zum Stillen – da kann sie doch auch gleich die Windeln wechseln…
Und dann, der Gipfel des Ganzen – er lässt sich auch noch dafür feiern, was für ein heldenhafter Vater er doch ist!

Und wenn ich dann mal so richtig, richtig sauer bin, weil ich es so richtig unfair finde

– Papa kann sich das nur erlauben, weil Mama es möglich macht!!! –

dann frage ich mich:

Was wäre, wenn die Mama es genauso machen würde?

Und ich bin mir sicher, den allermeisten Mamas (und nicht nur denen) kommen nun zuallererst Schreckensszenarien in den Sinn:

Schreiende, heulende Kinder in überquellenden Windeln inmitten eines Bergs aus Spielzeug und Müll, übermüdete Kinder mitten in der Nacht vorm Fernseher, Baby allein zu Hause – Oh mein Gott, das können wir Mamas doch nicht zulassen!

Seien wir doch mal ganz ehrlich:
Es würde gar nicht passieren.

Auch Papas sind keine Monster – sie machen es nur anders.

Die allermeisten der oben beschriebenen Papas würden durchaus die Windel wechseln – wenn Mama es WIRKLICH nicht macht.
Sie würden nicht nur Mc Doof füttern – oder Tiefkühlpizza.
Sie würden spätestens dann Ordnung schaffen, wenn sie nirgends mehr treten können, den Geschirrspüler oder die Waschmaschine anschmeißen, wenn nichts Sauberes mehr da ist und irgendwann auch auf die Suche nach dem Staubsauger gehen. (Und vielleicht merkst Du gerade, dass Dein eigenes Papa-Exemplar sooo schlimm dann doch nicht ist. 😉 )
Oder sie würden ihre eigene Mama, Kollegin oder Nachbarin um Hilfe bitten (auch das ist eine Form, die Verantwortung den Kindern gegenüber zu übernehmen!) – aber dass die Kinder wirklich verkommen, ist unwahrscheinlich.

Noch viel wahrscheinlicher ist aber, dass wir es gar nicht über unser Mutterherz bringen, das überhaupt erst herauszufordern. Oder kannst Du seelenruhig nachts weiterschlafen, während Dein Kind weint?

Bleibt also der letzte Punkt:

Was, wenn wir Mamas uns genauso für unsere Heldentaten feiern würden?

Warum sollen wir dem Papa nachmachen wollen, was wir weder gut finden noch können?
Warum fokussieren wir uns nicht lieber an dieser Stelle auf das Großartige und feiern uns auch einmal so wie sie für unsere Heldentaten?

Wenn wir uns für jede Stunde der Schwangerschaft (und Stillzeit) so feiern lassen würden, wie die Papas sich für die Stunden der Geburt, was dann?
Wenn wir uns für jede Mahlzeit, die wir unseren Kindern zaubern, so feiern würden wie die Papas, was dann?
Wenn wir jede einzelne gewechselte Windel genau so feiern würden, wie der Papa seine, was dann?
Wenn wir uns für jeden Einkauf so feiern würden wie die Papas, was dann?
Wenn wir uns für jedes Spielen, Trösten, Kuscheln und Toben mit unseren Kindern so feiern würden wie die Papas – weil wir uns die Zeit dafür genauso nehmen müssen, was dann?

Spürst Du, was sich gerade verändert?

Vielleicht antwortet Dein Verstand jetzt noch, dass das doch Quatsch ist – dass das doch selbstverständlich ist und kein Grund zum Feiern, oder dass für so viel Feierei gar keine Zeit bleibt. 😉

Aber hey – stell es Dir vor!

Was wäre dann?
Wir hätten dann lauter stolze, aufrechte und glückliche Mamas!

Wir würden endlich selbst anerkennen, was wir alles leisten.
Wir würden endlich selbst wertschätzen, was unser Körper alles kann: Ich stille voll und mein Zwergi ist jetzt 4 Monate alt. Das sind über 7kg Wunder, von denen jede einzelne Zelle durch meinen Körper entstanden ist! Jede! einzelne! Zelle! allein! durch! mich!
Wir würden endlich aufhören, alles für selbstverständlich zu halten, was wir tun und sind.
Wir würden endlich aufhören, uns klein zu machen, nur weil wir für den selbstgekochten Brei die Bio-Karotten, die wir im Garten anbauen, ausnahmsweise mit Leitungswasser statt mit Regenwasser gießen.
Wir würden endlich aufhören, ein schlechtes Gewissen zu haben, dass wir neben zwei Kindern, drei Haustieren, Haus, Garten und Job nicht auch noch die kranke Schwiegermutter pflegen. (Übertrieben? Leider nicht – Ihr wisst, was ich meine.)
Wir würden uns endlich Zeit zugestehen, gut für uns selbst zu sorgen!
Kurz: Wir würden endlich selbst erkennen:

Wir Mütter sind großartig!

Außerdem hätten wir dann viel mehr Freude an dem, was wir so tun. Und wären viel entspannter dabei.

Was für ein Segen für die ganze Familie!

Und ganz nebenbei wäre auch für den Rest der Welt endlich sichtbar, was wir alles sind und tun!
Und die Papas? Die hätten plötzlich auch eine Chance, uns für all das wertzuschätzen, anzuerkennen, zu feiern – stolz auf uns zu sein und uns mehr in allem zu unterstützen – was sie vorher schlicht nicht sehen konnten. Weil wir selbst es nicht gezeigt haben!

Bisher! Denn wir wären ja verrückt, uns von diesen heldenhaften Papas nicht eine Scheibe abzuschneiden! Oder?

Klingt ja gut, aber Du zweifelst daran, dass das geht?

Dann schau es Dir doch einfach bei einem passenden Papa ab – Vorbilder gibt es da reichlich. Oder, noch besser: Frag ihn, wie es geht! Vielleicht wird er sich wundern, vielleicht auch keine Antwort haben, weil er es für selbstverständlich hält. Aber auch diese Papas verdienen ehrliche Anerkennung!

Und ja, sie sind wirklich verkannte Helden, die so Großartiges können, was wir noch von ihnen lernen dürfen:

Sich selbst für ihre Leistung feiern – ohne dafür perfekt sein zu müssen.
Einfach mal den leichten Weg wählen.
Zuallererst für das eigene Wohlergehen sorgen!
Darin sind die zugehörigen Mamas noch nicht so gut, stimmt’s?

Aber zum Glück können wir uns alle jederzeit neu entscheiden:
Perfekt oder lieber großartig?

Ich wähle ab sofort großartig – und Du?

Und ich finde, das schreit nach einer Challenge. Einfach mal gemeinsam anfangen, ausprobieren und üben.
Am 15.10. geht es los und hier ist der Link. 🙂
Eine passende Facebookgruppe habe ich gerade gegründet – hier bist Du herzlich willkommen!

Ansonsten nicht vergessen:

Ich bin großartig und Du bist es auch – und der Papa auch – wir sehen es nur noch nicht immer!

Mamas Winkelblicke: Wenn „geht nicht“ nicht mehr geht – Neuausrichtung des Blogs

Wenn nur ein einziger Mensch es schafft, trotz schwieriger Umstände glücklich zu sein – warum sollte es dann für Dich nicht auch möglich sein?

Die Frage ist nicht ob, sondern wie!

Und genau darum wird es hier auf dem Blog in Zukunft gehen.
Ganz praktisch zum selbst ausprobieren.

Für alle Mamas, die nicht nur für, sondern mit ihren Kindern glücklich sein möchten.

Vor knapp drei Monaten, pünktlich zum Muttertag, hat mein Leben eine ganz neue Dimension bekommen: Ich bin Mutter geworden.
Und so riesig meine Freude über die Schwangerschaft und die Vorfreude auf das Baby war, so gut kann ich mich auch noch an die eine Woche gegen Ende der Schwangerschaft erinnern, als mir plötzlich bewusst wurde, was da eigentlich auf mich zukommt: Eine Wende um 180 Grad, von der ich nur weiß, dass sie stattfinden wird. Nicht wann, nicht wie. Nur, dass sie unwiderruflich für den Rest meines Lebens ist und dass ich absolut keine Kontrolle darüber habe. Uff. Panik!

Heute weiß ich:

Mamas sind die stärksten Menschen der Welt

gnadenlos unterschätzt und verkannt – vor allem von sich selbst.
Ich finde es so schade zu erleben, wie viele Frauen sich im Mamasein auflösen, Großartiges leisten und trotzdem im Gefühl stecken bleiben, es nicht gut genug zu machen. Alles versucht zu haben, aber nichts ändern zu können. Und eigentlich auch keine Kraft (mehr) zu haben, aber „es muss ja“. Das macht doch keinen Spaß!

Liebe Mami, „es muss“ überhaupt nichts, Du bist wundervoll, unglaublich stark und Du kannst immer etwas ändern!

Ich weiß jetzt noch klarer als vorher:

Die Perspektive macht den größten Unterschied

und ich habe immer die Wahl. Nicht unbedingt, wie eine Situation ist oder wie eine Veränderung ausgeht, aber mindestens, ob ich mich dagegen wehre oder das beste daraus mache. Ob ich mich auf die Katastrophen fokussiere („Ab jetzt wird es nie wieder besser – nur anders!“), mein Leben von Ängsten bestimmen lasse („Aber funktioniert das denn mit Kind?“) und mich immer nur damit beschäftige, was gerade alles noch nicht oder nicht mehr möglich ist. Oder ob ich offen auf das zugehe, was da kommt. Ausprobiere, was mit Kind möglich ist, die kleinen und großen Momente genieße, die gerade jetzt da sind und ganz bewusst an den Herausforderungen wachse.
Ob ich die Verantwortung an die Situation und alle anderen abgebe und daran verzweifle, dass sie nichts ändern, oder ob ich schaue, wo ich selbst doch noch Möglichketen habe:

Ich habe mich entschieden, mit Kind glücklich zu sein

Das bedeutet, diesen neuen Menschen in mein Leben zu integrieren. Genau so, wie er ist – und genau so, wie ich bin! Das erfordert die Bereitschaft zur Veränderung. Immer und immer wieder. Den Mut, mich ganz und gar einzulassen, Unbekanntes zu wagen. Durch alle Ängste hindurch. Und die Neugierde, immer wieder hinzugucken, wer dieses kleine Wunder Mensch von sich aus schon ist.

Und es erfordert die Klarheit, wer ich selbst überhaupt bin, was mir wichtig ist und was ich mir vom Leben wünsche. Denn ich bin nicht nur Mutter. Und

Wie könnte ich eine gute Mutter sein, wenn es mir selbst nicht gut geht?

Dafür habe ich in den letzten 12 Wochen schon unzählige Male meine Prioritäten umsortiert und werde das sicherlich noch öfter tun.
Wenn ich bereit bin, das alte Leben loszulassen, den Anspruch, perfekt sein zu müssen (oder auch nur zu können), relativiere und mich auf das konzentriere, was mir und meinem Zwergi wirklich wichtig ist, dann entstehen ganz neue Möglichkeiten:

Ich erschaffe mir das Leben, das ich mir wünsche

und das in Freude und Leichtigkeit. Auch das erlebe ich bereits.

Nein, damit will ich nicht behaupten, dass es keine anstrengenden Momente gibt. Keine Grenzsituationen, in denen ich nicht weiß, wie ich zurecht komme, und dann stinksauer auf den Papa bin, der sich gerade nicht zuständig fühlt, um nur ja nicht meine eigene Verzweiflung und Unzulänglichkeit fühlen zu müssen.
Damit will ich nur sagen, dass niemand auf der Welt mir Stress oder Druck machen kann – außer mir selbst. Dass ich nicht in diesen Gefühlen hängen bleiben muss. Und dass nicht jemand anders oder die Situation sich ändern muss, damit etwas besser werden kann. Ich selbst kann den Anfang machen. Immer.

Was sich katastrophal anfühlt, ist noch lange keine Katastrophe!

Und selbst Katastrophen lassen sich meistern.
Damit will ich sagen, dass es immer einen Weg gibt – auch wenn ich ihn gerade nicht sehen kann. Weil „geht nicht“ einfach als Option nicht in Frage kommt, wenn außer mir niemand da ist. Und weil auch das eben nicht selbstverständlich ist.

Für Dich gilt das alles nicht, weil… ?

Das stimmt nur, solange Du es selbst glaubst. Ich werde hier kein Wettpinkeln veranstalten, wessen Situation schwieriger ist, denn mich im Drama zu suhlen ist kontraproduktiv. Außerdem spielt es überhaupt keine Rolle. Wenn nur ein einziger Mensch es schafft, trotz schwieriger Umstände glücklich zu sein – warum sollte es dann für Dich nicht auch möglich sein?

Die Frage ist nicht ob, sondern wie!

Und genau darum wird es hier auf dem Blog in Zukunft gehen.

Darum, was Veränderungen wirklich brauchen.
Darum, wo Anerkennung herkommt.
Darum, welchen riesigen Unterschied es macht, welche Fragen ich mir stelle.
Und darum, was meine Beziehung zu meinem Kind mit meiner Beziehung zu mir selbst und zu meinem Leben zu tun hat.
Ganz praktisch zum selbst ausprobieren.

Für alle Mamas, die nicht nur für, sondern mit ihren Kindern glücklich sein möchten.

Und natürlich auch für neugierige Papas und alle anderen Interessierten.

Was bleibt, ist der positive Fokus – ohne Schönreden oder Ignorieren der Umstände:
Weg von „Warum habe ich es so schwer?“ hin zu „Was wünsche ich mir vom Leben und wie kann es möglich werden?“

Ich freue mich darauf – bist Du dabei?